29″ Mountainbike
Die Zeit der Mountainbikes geht mit einer Veränderung einher, die ich als eine unangemessene Revolution erlebe. In Amerika wird schon seit einigen Jahren auf 29″ gesetzt, während wir hier noch an 26″ festgehalten haben. Doch spätestens in diesem Jahr schienen die Fahrradgeschäfte, dem amerikanischen Marktdruck nicht mehr standhalten zu können. Der Radumfang ist nun größer als der von Renn- und Trekkingrädern, was zunächst das optische Erscheinungsbild eines kompakten, stabilen, wendigen Fahrrads widerspricht. Die Argumente für einen größeren Radumfang liegen jedoch angeblich genau dort, wo sie optisch im Gegensatz stehen. Durch den größeren Radumfang soll man besser über das Gelände und kleinere Unebenheiten rollen können. Außerdem hat man eine größere Fläche und das heißt mehr Bodenkontakt, so wird die Traktion gesteigert, was sich beim bergauf fahren positiv auswirken soll. Spannend ist, dass sich die gesamte Geometrie des Rahmens verändert, sodass sowohl die Tretlagerhöhe, als auch Die stabilere Fahrweise äußere sich auch in Kurven und bei sehr langsamen Passagen. Ich trauere dem 26″ erstmal noch ein wenig hinterher und prüfe dann demnächst mal die Wendigkeit, die gerade im Stadtverkehr noch interessant ist.
Ob der nächste Trend dann zum Hochrad geht?